Teilhabe am Berufsleben unterstützen

Die Fachschule Campus am Park bietet die Qualifizierung zur geprüften Fachkraft für Mitarbeiter in der WfbM an (gFAB)

Ursprünglich aus der benachbarten Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Altenschlirf entstanden, hat sich die Fachschule im Laufe der Jahre zu einer eigenständigen Einrichtung entwickelt und erfreut sich großer Nachfrage. „Wir legen großen Wert auf einen ganzheitlichen Ansatz“, betont Pierre Haas, Geschäftsführer und Mitglied der Schulleitung. „Neben der praktischen Arbeit an den Ausbildungsorten erhalten die Teilnehmer das nötige Fachwissen für den Alltag mit Menschen mit Hilfebedarf, aber auch künstlerische Tätigkeiten stehen auf dem Lehrplan.“ Theaterarbeit, Malerei oder Plastizieren gehören ebenso zum Angebot wie etwa die Schulung der Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.

Im Januar 2016 startet zum zweiten Mal der Ausbildungsgang zur „Geprüften Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung“ (gFAB). Diese qualifiziert gezielt für die Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Hilfebedarf. „Diese zweijährige Ausbildung ist eine sinnvolle Ergänzung unseres sonstigen Angebots“, so Frank Ilge, ebenfalls Mitglied der Schulleitung. „Sie bietet jungen Menschen den Einstieg in ein spannendes Berufsfeld oder ermöglicht es langjährigen Mitarbeitern in den Werkstätten, durch Nachqualifizierung ihren Arbeitsplatz zu sichern.“ Anders als im Wohnbereich stehen in den Werkstätten die Produktionsprozesse im Vordergrund, deshalb setzt die gFAB-Ausbildung hier inhaltliche Schwerpunkte. „Wir denken, das ist eine große Bereicherung für die Einrichtungen, da die Teilnehmer hier wichtige neue Impulse für die zeitgemäße Arbeit mit Menschen mit Hilfebedarf erhalten“, betont Herr Ilge. Nicht zuletzt in der Folge der UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen wird heute die gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen gemäß ihrer Möglichkeiten gefordert – auch am Arbeitsleben. „Wir setzen uns heute viel bewusster mit der Frage auseinander, was es eigentlich für Menschen mit Handicap bedeutet, am Berufsleben teilzuhaben“, so Herr Ilge weiter.

Die gFAB-Ausbildung ersetzt die früher übliche sonderpädagogische Zusatzausbildung für den Werkstattbereich und ergänzt bei Campus am Park das Angebot der Heilerziehungspflege-Ausbildung, die sowohl für Berufseinsteiger als auch berufsbegleitend durchgeführt wird. Sie bereitet kompetent auf die staatliche Prüfung vor. Auch hier wird nach der sogenannten „Trialen Methode“ unterrichtet, bei der künstlerische Fächer praktische und fachtheoretische Inhalte erweitern. Wie bei allen staatlich anerkannten Bildungsmaßnahmen der Fachschule ist eine finanzielle Förderung durch Bildungsgutscheine und staatliche Förderprogramme wie „WeGebAU“ möglich. Die Verantwortlichen der Fachschule beraten Interessenten gerne bei Fragen zum Ausbildungsablauf, Bewerber sind jederzeit willkommen.

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