Heilerziehungspflege-Ausbildung für BerufseinsteigerInnen Praxisintegriert und persönlichkeitsbildend

Ablauf

Die dreijährige Ausbildungszeit verläuft praxisintegriert. Das bedeutet, dass die Auszubildenden an ihrem jeweiligen Praxisort arbeiten, an zwei Tagen pro Woche jedoch unsere Fachschule in Stockhausen besuchen. Hinzu kommen fünf Blockwochen, in denen verschiedene Projektthemen bearbeitet werden. Natürlich können die SeminaristInnen auf Wunsch auch in den Blockwochen in unserem Gästehaus übernachten. Die Ausbildungszeit an der Fachschule wird auf die Wochenarbeitszeit angerechnet.

Inhalte

Die Auszubildenden sollen ihren späteren Beruf mit Initiativkraft, Kreativität und Interesse am anderen Menschen sowie der Fähigkeit zur Reflexion und Selbsterziehung ausüben können. Diese Kompetenzen erlangen sie im Ausbildungsverlauf, in dem verschiedene, aufeinander aufbauende Schwerpunkte gesetzt werden. Neben dem fachtheoretischen Unterricht ermöglichen verschiedene künstlerische Angebote wertvolle Erfahrungen und wirken persönlichkeitsbildend. Der Inhalt der Ausbildung entspricht dem Curriculum für Fachschulen für Sozialwesen des Hessischen Kultusministeriums. Mit dem Zusatzangebot Mathematik kann außerdem die allgemeine Fachhochschulreife erworben werden.

1. Ausbildungsjahr: Wahrnehmen und begleiten

  • Grundlagenkenntnisse in Menschenkunde, Pflege, Berufskunde
  • Allgemeinbildende Inhalte wie Wirtschaft, Soziologie, Deutsch
  • Grundlagen in der Ernährungslehre und Kochen
  • Wahrnehmungsschulung durch künstlerische Kurse
  • Praktikumswoche, Künstlerische Projektwoche, Projektarbeit im ersten Jahr

2. Ausbildungsjahr: Begegnung und Assistenz gestalten

  • Vertiefende Seminare z.B. in Medizin, Heil-und Behindertenpädagogik, Psychiatrie
  • Fortsetzung von Unterrichtsinhalten wie Deutsch, Englisch
  • Supervision
  • Theaterprojekt
  • Projektarbeit pädagogische Medien

3. Ausbildungsjahr: Fachkenntnisse vertiefen und eigenverantwortlich handeln

  • Vertiefung in z.B. Rechtskunde, Dokumentation, Erwachsenenbildung
  • Vertiefung im Bereich Frühförderung, Pflege, unterstützte Kommunikation
  • Vertiefung der eigenen künstlerischen Tätigkeit
  • Künstlerische Präsentation
  • Projektarbeit im dritten Jahr

Methoden und Ziele

Wir möchten, dass die Auszubildenden sich möglichst eigenständig mit den Fragestellungen des Unterrichts auseinandersetzen und ihren Lernprozess selbst steuern können. Mit Gesprächen im Kurs, Gruppenarbeiten, Referaten, Übungen und Projektarbeiten unterstützen die Dozentinnen methodisch das eigenständige Lernen der Teilnehmenden. Es geht uns darum, einen Prozess anzustoßen, in dem die Teilnehmenden vielfältige Fähigkeiten entwickeln. Wie lerne ich zuzuhören und zu beobachten? Welche Bedeutung hat meine Kommunikationsfähigkeit? Wie begegne ich den anderen? Und auf welcher Grundlage komme ich zu eigenständigen Urteilen und Erkenntnissen? Praktika und Projekte werden intensiv begleitet, dazu gehört auch eine sorgfältige Vor- und Nachbereitung. Regelmäßige Supervision sichert die Qualität des Unterrichts.

Abschluss

Am Ende der dreijährigen Ausbildungszeit stehen ein fachtheoretischer Abschluss mit schriftlichen und mündlichen Klausuren und ein fachpraktischer Abschluss mit einer methodische Prüfung (Kolloquium). Auf Wunsch können die Auszubildenden mit dem Zusatzangebot Mathematik die allgemeine Fachhochschulreife erwerben.