Geschichte der Siegfried - Pickert - Fachschule
Die Siegfried - Pickert - Fachschule
1990 gründeten die Mitarbeiter der „Gemeinschaft Altenschlirf“, einer Einrichtung der Behindertenhilfe im Vogelsberg, ein so genanntes Proseminar, d.h. ein berufsvorbereitendes Seminar. Den staatlich anerkannten Abschluss Heilerziehungespflege sollten die Praktikanten dann im schon längere Zeit arbeitenden Seminar der „Dorfgemeinschaft Lautenbach“ in Baden-Württemberg machen. Doch schon 1993 erteilte das Regierungspräsidium in Gießen der Siegfried-Pickert-Fachschule die Genehmigung, selbstständig als Ergänzungsschule für Heilerziehungspflege tätig zu werden, und die Abschlussprüfungen durchzuführenAm 12.11.2004 wurde dann der Fachschule vom Hessischen Staat der Status einer Ersatzschule zuerkannt. Die private Siegfried-Pickert-Fachschule ist damit den Staatsschulen rechtlich gleichgestellt. Damit verbunden sind ein höheres Maß an Selbständigkeit und Eigenverantwortung - an eigenen hoheitlichen Rechten, sowie die finanzielle Unterstützung durch das Ersatzschulfinanzierungsgesetz.
Am 18. Dezember 2007 wurde der Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung der Gemeinschaft Altenschlirf ausgegründet in die „Gemeinnützige Campus am Park GmbH“. Damit erhielt auch die Fachschule eine neue Trägerschaft.
Mit diesem rechtlichen Schritt gehen weitere Veränderungen einher. Anstatt einer verantwortlichen Einrichtung, sind es zurzeit fünf Gesellschafter aus dem Umfeld der Behindertenhilfe, in deren Auftrag die Fachschule tätig ist. In drei Kursen besuchen bis zu 60 Studierende die, auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbildes, arbeitende Fachschule für Sozialwirtschaft, Fachrichtung Heilerziehungspflege. Bis zu 20 Praxisorte senden mittlerweile ihre SeminaristInnen, und pflegen damit die, von Campus am Park gewünschte, intensive, praktische Zusammenarbeit.
Viele Jahre fanden die Seminare in den Räumlichkeiten der Gemeinschaft Altenschlirf statt - durch die gestiegene Zahl der SeminaristInnen in den letzten Jahren sehr durch räumliche Enge beeinträchtigt. Der Neubau eines Seminargebäudes mit angrenzendem Gästehaus auf dem Gelände des Schlosses Stockhausen, versetzt die Fachschule seit Mai 2009 in die Lage, mit hervorragender räumlicher und technischer Ausstattung die Seminare durchzuführen. Diese neuen Möglichkeiten hat Campus am Park der „Michael-Stiftung“ und der “SoftwareAG-Stiftung“, beide mit Sitz in Darmstadt, als Eigentümerin der Gebäude und des Areals, zu verdanken.
Es ist in dieser Art einzig, was sich da in Hessen zwischen dem Land, einer Stiftung und den Einrichtungen getan hat: eine echte grenzüberwindende Kooperation zugunsten der beruflichen Bildung.
Die einzelnen Seminarkurse seit 1990, mit dem Ziel einer anerkannten Fachkraft in der Behindertenhilfe, haben Namen - Namen in der Reihenfolge des Alphabets (siehe unten). Diese stellen einerseits eine organisatorisch-technische Unterscheidungshilfe dar, andrerseits bietet der Name einen Aspekt geistiger Orientierung.
Angefangen hat die Reihe 1990 mit „Alanus Kurs“ (einem Lehrer der Schule von Chartres) – und jetzt, im Jahre 2010, sind wir beim Buchstaben Q - Quo Vadis Kurs (wohin gehst Du?) angekommen.

